GEO · 7. Juni 20265 MIN.
Empfiehlt ChatGPT deine Firma? So findest du es raus

Platz 1 bei Google – und trotzdem unsichtbar
Es gibt einen neuen blinden Fleck. Du kannst bei Google ganz oben stehen, jede Bewertung einsammeln, sauber ranken – und in ChatGPT trotzdem nicht vorkommen. Zwei Welten, zwei Regeln.
Die gute Nachricht: Du musst nicht raten, wo du in der zweiten Welt stehst. Drei Prompts, zehn Minuten, kein Tool, kein Login. Danach weißt du, ob die KI dich kennt – oder über dich hinwegschreibt.
Eins vorweg: KI-Antworten schwanken. Stell dieselbe Frage zweimal, und der Wortlaut ändert sich. Es geht nicht um die exakte Formulierung, sondern ums Muster. Tauchst du auf? In welchem Kontext? Vor oder hinter dem Wettbewerb?
Test 1: Frag direkt
Öffne ChatGPT, am besten mit aktivierter Websuche, und stell die Frage, die ein Kunde stellen würde. Nicht deinen Firmennamen – deine Leistung plus deinen Ort: Wer macht professionelle [Leistung] in [Stadt]?
Beispiel: Wer baut moderne Websites in Heilbronn? Steht dein Name in der Antwort, mit einer Beschreibung, die stimmt? Oder kommt eine Liste, in der du fehlst?
Test 2: Lass dich vergleichen
Jetzt direkter. Nenn dich selbst und einen Wettbewerber: Vergleiche [deine Firma] und [Wettbewerber] für [Leistung].
Hier siehst du zwei Dinge auf einmal. Erstens: Weiß die KI überhaupt, wer du bist? Zweitens: Was hält sie für deine Stärke? Wenn das Ergebnis nichts mit deiner Positionierung zu tun hat, liest die Maschine deine Seite – versteht sie nur falsch.
Test 3: Perplexity und der Quellen-Check
Perplexity zeigt unter jeder Antwort die Quellen. Genau das macht es zum besten Gratis-Werkzeug für diesen Check. Stell dieselbe Frage wie in Test 1 und schau hin:
- Ist deine Seite unter den Quellen?
- Wenn ja: die richtige Unterseite – oder nur die Startseite?
- Wenn nein: Wer wird stattdessen zitiert, und was macht dessen Seite anders?
Die zitierten Wettbewerber sind dein Briefing. Sieh dir an, wie deren Inhalte gebaut sind: klare Definitionen, FAQ, Zahlen, sauberes Schema. Meistens steht dort genau das, was bei dir fehlt.
Was die Antworten bedeuten
Vier typische Ergebnisse:
- Genannt und richtig beschrieben. Stark. Jetzt geht es ums Halten und Ausbauen: Frische, mehr Tiefe, mehr Belege.
- Genannt, aber falsch beschrieben. Die KI rät. Deine Seite liefert keine klaren, zitierbaren Aussagen, also erfindet das Modell welche.
- Nicht genannt, der Wettbewerb schon. Dir fehlt Topical Authority. Andere gelten als die naheliegende Quelle, nicht du.
- Niemand aus deiner Branche genannt. Seltener, aber gut zu wissen: Das Feld ist offen. Wer zuerst sauber strukturiert, besetzt es.
Was du tust, wenn du nicht vorkommst
Kurz gesagt: Du gibst der Maschine etwas zum Zitieren. Das ist selten eine Budget-Frage und fast immer eine Struktur-Frage.
- Klare Aussagen statt Buzzwords. Ein Satz, der sagt, was du tust, für wen, wo – konkret genug, dass man ihn herauskopieren kann.
- FAQ in echter Nutzersprache. Die Fragen aus Test 1 und 2 gehören beantwortet, als Text und als FAQ-Schema.
- Strukturierte Daten. Organisation, lokaler Dienst, Leistung, FAQ – typisiert, damit Crawler und Modelle dich richtig einordnen.
- Belege. Zahlen, Referenzen, Ergebnisse. Was belegt ist, wird zitiert. Was behauptet ist, wird übersprungen.
Wie das bei uns aussieht, steht unter SEO, GEO & AIO. Und wenn du wissen willst, wie es heute um dich steht: der KI-Live-Check fragt drei echte KI-Modelle und zeigt dir die Antwort.
Der wichtigste Schritt ist der erste Prompt. Nimm dir die zehn Minuten – am besten, bevor dein Wettbewerber sie sich nimmt.
Weiterlesen.
- TRENDS

28. Mai 20267 MIN.
Google Search I/O 2026: das größte Such-Upgrade seit 25 Jahren
AI Mode wird Default, Agenten überwachen das Web, Google bucht selbst. Was die I/O 2026 für deine Sichtbarkeit bedeutet – und was du jetzt tun musst.
- STRATEGIE

21. Mai 20266 MIN.
AIO – was zur Hölle ist das eigentlich?
SEO kennt jeder. GEO langsam auch. Aber AIO? Kurzer Überblick, warum deine Webseite jetzt für drei Welten gleichzeitig optimiert sein muss.